Der Kaffeemarkt
Gewohnheiten und Vorlieben in den Abnehmerländern.
Die Kaffeekultur hat sich im 18. Jahrhundert in Westeuropa entwickelt und ist heute in aller Welt verbreitet, wenn auch mit vielen Unterschieden, was Zubereitungsarten und Konsumgewohnheiten betrifft.
Das größte Abnehmerland sind die Vereinigten Staaten mit einem Anteil von 16%, gefolgt vom größten Erzeugerland, Brasilien, mit 11%.
Beim Pro-Kopf-Verbrauch brechen jedoch überraschenderweise die nordeuropäischen Länder alle Rekorde. In Finnland, Dänemark und Schweden wird nicht nur sehr viel Kaffee getrunken, sondern auch stark auf Herkunft und Vielfalt geachtet, wobei Kaffee mit heller Röstung bevorzugt wird.
Im Gegensatz zu den südeuropäischen Ländern, wo der Kaffee vor allem ein soziales Ritual ist und oft nach dem Essen getrunken wird, wird er in Mittel- und Nordeuropa im Laufe des Vormittags oder Nachmittags getrunken. Zum Kaffee wird der Tisch schön gedeckt und Gebäck oder Süßes gereicht.
Junge Menschen bevorzugen aber einen Espresso, der in einer Bar getrunken oder als Spezialität in Restaurants angeboten wird.
Italien, Heimat des Espressos und Land der Bars, nimmt zwar beim Verbrauch nur den 10. Platz ein, gehört aber zu den größten Exporteuren von Röstkaffee.
Auch in Frankreich mag man den Espresso, wenn auch nicht so stark wie in Italien. Hier bildet er, neben Baguette und Croissant, den zentralen Bestandteil des Frühstücks.
In den Vereinigten Staaten wird die Vielfalt geschätzt und der Kaffee oft nach Mischung, Stärke und Herkunft ausgewählt, sei es zu Hause, wo er zur Zeremonie mit Freunden dazugehört, oder in den Gourmet-Bars wie etwa in San Francisco.
Kaffee wird auch auf der Straße getrunken, während man unterwegs zur Arbeit ist, in New York in To-Go-Bechern, in Tokio in überall zu findenden Kaffeeläden, in Deutschland sogar in Stehcafés, wo man schnell einen Kaffee oder einen Espresso zu sich nimmt.
